Kreispokal Senioren

Kreispokalendspiele 2022

Immenbeck krönt sich mit dem Kreispokal
 
Die Fußballdramatik ist im Endspiel des Kreispokals kaum zu toppen. VfL Güldenstern Stade II und TSV Eintracht Immenbeck II spielen 3:3. Im Elfmeterschießen krönen sich dann die Immenbecker, nachdem es zum Duell beider Torhüter gekommen war.

Damit hat der TSV Eintracht Immenbeck II seine perfekte Saison. Nach der Meisterschaft in der 1. Kreisklasse folgte nun auch der Kreispokalsieg. Und das ohne den untröstlichen Trainer Ralf Böhling. Böhling, der vom Traineramt zurückgetreten ist, konnte beim finalen Spieltag nicht anwesend sein, weil er am Vortag einen positiven Coronatest bekommen hat. Teammanager Horst Lehmann vertrat ihn an der Seitenlinie. „Das tut mir so leid für Ralf“, sagte Lehmann, Böhling sei den Tränen nahe gewesen. Nach dem nervenaufreibenden Finale vergoss dann Lehmann ein, zwei Tränen in der Jubeltraube.

Das Finale war der krönende Abschluss „eines rundum gelungenen Pokaltages“, wie Helmut Willuhn, Vorsitzender des NFV-Kreis Stade, die Organisation des Gastgebers MTV Hammah lobte. Nach zwei Jahren ohne Kreispokal aufgrund der Coronapandemie hatte der MTV Hammah den Zuschlag vom Vorsitzenden des Spielausschusses, Michael Koch, bekommen, weil der Verein in diesem Jahr sein 100. Jubiläum feiert. Im nächsten Jahr sind dann die VSV Hedendorf/Neukloster dran, die in diesem Jahr auch ihr Jubiläum haben, aber vor einigen Jahren schon mal Kreispokal-Ausrichter waren. Koch ist da genau. Die Organisation des MTV Hammah lobte er als „hervorragend“. 920 zahlende Zuschauer stimmten ebenso alle zufrieden. Die Stimmung war auch neben dem Feld Kreispokal-würdig. Auch wenn sich die NFV-Verantwortlichen über so einige gezündeten Bengalos echauffierten.

Im Finale geht's sofort hoch her
Das Fanlager des TSV Eintracht Immenbeck war dem Stader überlegen. Im Spiel ging es auch sofort hoch her. Torjäger Timo Weseloh war schon nach fünf Minuten erfolgreich für Immenbeck. Torjäger Tim Hinrichs hatte schnell eine Antwort, 1:1 nach zwölf Minuten. Weseloh hatte während der Saison 38 Mal getroffen, Hinrichs in der Kreisliga 34 Mal. Es war also alles angerichtet für einen offensiven Schlagabtausch. Ein Querschläger vom Stader Lars Neufang vor dem eigenen Tor nach einem langen Einwurf von Nurhak Süzer bedeutete dann die 2:1-Führung für die Eintracht. Aber wieder nur wenige Minuten später egalisierte Saman Adil Bebo sehenswert. Mit 2:2 ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel waren die Stader frischer und wacher. Nach dem 3:2-Führungstreffer von Tim Engelken (50.), entwickelten die Stader eine leichte Dominanz. Dann war es eine gelungene Aktion der drei Eintracht-Routiniers, die Immenbeck wieder ins Spiel brachte: Schneller Einwurf Süzer, Weseloh quer in den Strafraum und Tobias Schroeder vollendet, 3:3 in der 70. Minute. Beide Mannschaften hatten noch gute Möglichkeiten. Es ging aber ins Elfmeterschießen.

Nachdem auf beiden Seiten jeweils ein Elfmeter von den ersten fünf Schützen von den Torhütern Philipp Rolfes und Filip Larionesi gehalten worden waren, legte Eric Müsing als sechster Schütze für Immenbeck vor. Stades Torwart Rolfes schnappte sich dann seinerseits als sechster Vertreter vom Punkt den Ball – und scheiterte an Larionesi. Rolfes sank zusammen, während Larionesi in der Jubeltraube versank. Fußballdramatik pur.

Die SV Ahlerstedt/Ottendorf III krönte sich nach der Meisterschaft in der 2. Kreisklasse zusätzlich mit dem Kreisplaketten-Sieg. Das 5:2 gegen den FSV Bliedersdorf/Nottensdorf III war eine klare Angelegenheit. Das Spiel war länger unterbrochen, weil sich der FSV-Torhüter Adrian Menzel den Finger auskugelte und mit dem Krankenwagen abtransportiert wurde. Schöne Anekdote des Spiels: Kevin Speer, vornehmlich Co-Trainer des Landesliga-Meisters A/O, wurde eingewechselt und erzielte den 5:2-Siegtreffer. Er kam direkt von der Kieler Woche nach Hammah, in Kiel hatte er am Tag und in der Nacht zuvor den Junggesellenabschied von seinem Bruder Nico gefeiert. Die Siegesfeier der Mannschaft später in einer Harsefelder Lokalität ließ er sausen. „Ich bin fertig“, so Speer gut gelaunt.

Eine Frauenmannschaft aus dem Landkreis Stade hatte es nicht ins Finale geschafft. Der Buchholzer FC II setzte sich gegen den VfL Maschen durch. Die Harburger Kreismannschaften spielen im Wettbewerb zusammen mit den Stadern. Die U 32 der AHSG Harsefeld/Appensen II gewann gegen Kreisligameister FC Oste/Oldendorf. Und die Ü 40 des SV Ottensen setzte sich nach einem 3:3 im Elfmeterschießen gegen den VfL Güldenstern Stade durch. Kurios: Es genügte der einzige verwandelte Elfmeter von Gordon Stieb, es war der letzte, nachdem vier Stader und drei Ottenser zuvor verschossen hatten.

Ulrich Mayntz verabschiedet sich als Schiedsrichter
Und zu guter Letzt machte Ulrich Mayntz sein letztes Spiel als Schiedsrichter und bekam nette Worte sowie ein persönliches Geschenk. Mayntz kündigte seinen Abschied als Schiedsrichter schon im vergangenen Jahr an, nachdem er auch den Vorsitz des NFV-Kreis Stade abgegeben hatte.

Ü50-Senioren von A/O fertigt VfL Güldenstern Stade mit 7:0 ab
 
Hochverdient holte sich der amtierende Meister der Altsenioren auch den Pokalsieg. Am Pokaltag, konnte die Begegnung nicht ausgetragen werden

Die Ü50-Senioren der SV Ahlerstedt/Ottendorf haben das Finale um den Fußball-Kreispokal mit 7:0 (2:0) gegen den VfL Güldenstern Stade gewonnen. Die Partie musste am Mittwochabend in Hammah nachgeholt werden. Am großen Pokal-Finaltag am vergangenen Sonntag konnte die Begegnung nicht ausgetragen werden, da die Stader an der Niedersachsenmeisterschaft teilnahmen, bei der bereits nach der Vorrunde Schluss war.

Im Endspiel hatten beide Mannschaften vor etwa 60 Zuschauern einige Ausfälle zu verkraften. Bereits nach drei Minuten hätte Uwe Dräger den VfL in Führung bringen können, doch der Gastspieler von der SV Drochtersen/Assel scheiterte frei vor A/O-Keeper Detlef Heins. Danach dominierte die Mannschaft um Spielertrainer Torsten Schroten. Sie war nicht nur spielerisch besser, wirkte auch deutlich fitter.

Ü50-Pokalfinale in Hammah: Schützenfest in Halbzeit zwei
Ein unglückliches Eigentor des angeschlagen ins Spiel gegangenen Frank Dede sorgte für das 1:0. Die Ahlerstedter spielten jetzt so, wie man sie kennt, Ball und Gegner wurden laufengelassen. Das 2:0 war nur eine Frage der Zeit und das gelang Carsten Meyer per Kopf – eher selten im Ü 50-Fußball. Der starke Axel Klintworth hätte kurz vor der Pause das 3:0 machen müssen, traf allerdings aus fünf Metern nur Torwart Henry Gyrock, im Nachschuss den Pfosten.

Halbzeit zwei begann mit zwei guten Gelegenheiten der Stader. Erst scheiterte Uwe Dräger an Detlef Heins, kurz darauf Shemsdin Studenica am Pfosten. Die Entscheidung fiel im direkten Gegenzug durch Robert Hormozi. Weitere Treffer durch Carsten Meyer (Foulelfmeter), Andreas Bannick, Heino Klintworth und Sven Kröger folgten, der VfL Güldenstern Stade brach jetzt auseinander. „Wir hatten keine entsprechende Körpersprache. So kann man kein Spiel gewinnen“, so der verletzte Spielertrainer Stefan Meister.

A/O-Altsenioren feiern das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg
Die Ahlerstedter hatten viel Spaß. Der erst spät eingewechselte Thorsten Meyer wurde, ohne vorher den Ball berührt zu haben, im Strafraum gefoult und ließ sich ordentlich feiern. Bei der anschließenden Siegerehrung würdigte Michael Koch, Vorsitzender des Spielausschusses, die herausragenden Leistungen der Ahlerstedter, die sich bei der ersten Pokalfinalteilnahme gleich den Pott sicherten. Zuvor gab es noch die Medaillen für die gewonnene Meisterschaft.

Quelle: Stader Tageblatt

Seite zuletzt aktualisiert am: 17.08.2022