Anpassungen bei Zeitspiel und Strafstößen

Neue Saison, neue Regeln. Seit dem 1. Juli gibt es Veränderungen, die für die bevorstehende Spielzeit gelten. Der NFV Kreis Stade gibt einen Überblick, was sich für unsere Fußballerinnen und Fußballer verändert.
REGEL 3 – Spieler
Der Kapitänsdialog hat den festen Weg ins Regelwerk gefunden. Für den Landkreis Stade verändert sich dadurch nichts, weil die Kapitänsregel bereits im vergangenen Jahr zum Einsatz kam.
REGEL 8 – Beginn und Fortsetzung des Spiels
Der Schiedsrichterball wird ab jetzt ausnahmslos dort ausgeführt, wo der Ball bei der Spielunterbrechung war. Außerdem wird er künftig der Mannschaft zugesprochen, die in Ballbesitz war oder gekommen wäre, sofern dies für den Unparteiischen eindeutig erkennbar ist. Ansonsten erhält den Schiedsrichterball wie bisher das Team, das den Ball zuletzt berührt hat.
REGEL 9 – Ball im und aus dem Spiel
Wenn Teamoffizielle oder Spielerinnen und Spieler, die gerade nicht auf dem Platz stehen dürften, (beispielsweise ausgewechselte, des Feldes verwiesene oder Ersatzspieler), ohne unfaire Absicht den Ball berühren, bevor er aus dem Spiel ist, gibt es ab sofort nur noch einen indirekten Freistoß und keine persönliche Strafe mehr.
Beispiel: Ein Spieler, der sich neben dem Tor aufwärmt, hält den auf ihn zurollenden Ball noch knapp im Feld auf, um seinem Torhüter einen schnellen Abstoß zu ermöglichen. Bislang hätte es dafür einen Strafstoß und eine Gelbe Karte gegeben, künftig nur noch den indirekten Freistoß.
REGEL 12 – Fouls und sonstiges Fehlverhalten
Dem einen oder der anderen wird in den Test- oder den Bezirkspokal-Spielen schon aufgefallen sein, dass die Unparteiischen mit einer Hand einen Fünf-Sekunden-Countdown einleiteten, wenn die Torhüter den Ball in der Hand halten. Denn die Keeper dürfen das Spielgerät künftig nur noch acht Sekunden lang in der Hand halten. Hält der Torwart den Ball nach Ablauf des Countdowns immer noch fest, ohne am Abschlag gehindert werden, gibt es eine Ecke für das gegnerische Team.
REGEL 14 – Strafstoß
Diese Änderung betrifft die Doppelberührung bei Elfmetern: Wenn der Schütze den Ball beim Schuss versehentlich zweimal berührt – zum Beispiel, indem er sich selbst an das Standbein schießt – und so ein Tor erzielt, wird der Elfmeter ab jetzt wiederholt. Landet der Ball nach dem doppelten Kontakt nicht im Tor, wird wie bisher auf indirekten Freistoß entschieden.
Beispiel: Im EM-Finale der Frauen rutschte Englands Beth Mead weg, schoss sich gegen das eigene Standbein, von wo der Ball den Weg ins Tor fand. Vor der Regeländerung wäre der Versuch als Fehlschuss gewertet worden. Nun durfte die Angreiferin erneut antreten und bekam erneut die Chance, zu treffen. Mead verschoss zwar, setzte sich am Ende mit den Three Lions doch gegen die Spanierinnen (3:1) durch.